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Schwarzes Kleeblatt
Was macht einen Minijob denn mini?

Was Minijobs als besondere Arbeitsform auszeichnet

☆ Eine geringfügige Beschäftigung wird oft auch als Minijob oder 400-Euro Job bezeichnet, was uns schon einen Einblick in das markanteste Merkmal dieser Arbeitsform gibt. Als Minijob gilt jeder Job, bei dem man im Jahresdurchschnitt nicht mehr als 400 Euro im Monat verdient. Ein Minijob kann aber auch eine kurzfristige Beschäftigung sein, die nicht länger als zwei Monate im Jahr geht, sowie Tätigkeiten in Privathaushalten.
Aus der Lohnobergrenze von 400 Euro ergeben sich einige Besonderheiten. Bei Minijobs zahlen die ArbeitnehmerInnen keine Abgaben, das heißt der Bruttolohn ist gleich der Nettolohn! ArbeitgeberInnen zahlen für Minijobbende eine pauschale Abgabe von 30% des Gehalts, die sich wie folgt zusammensetzt:

– 15% für die Rentenversicherung
– 13% für die Krankenversicherung und
– 2% Steuern

Generell wird der niedrige Lohn damit gerechtfertigt, dass 400 Euro Jobs nur einfache Betätigungen abdecken, die keine besondere Qualifikation voraussetzen, trotzdem haben Minijobbende bis auf wenige Ausnahmen genau die gleichen Rechte wie Vollzeitbeschäftigte. Es lohnt sich also in jedem Fall sich zu informieren.

Dieser Artikel ist in der sechsten Ausgabe (Dezember/Januar 2011/2012) des Schwarzen Kleeblatts erschienen. Eine Übersicht über alle Ausgaben, Artikel und den Downloadbereich findest du hier.

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